Auf nach Brüssel - Das NGW unterwegs

vom 5.-8. Mai 2019.

 


Tag 4 in Brüssel

Am Mittwoch, dem 8. Mai, unserem Abfahrtstag, haben wir eigentlich nur gepackt und haben dann auch schon um 10 Uhr das Hotel verlassen in Richtung Bahnhof. Um 12:30 Uhr sind wir dann mit dem Zug in Richtung Köln gestartet. Dort haben wir uns dann über die verbrachten Tage in Brüssel unterhalten und unsere Erfahrungen ausgetauscht. Es war eine tolle Erfahrung an Hand von Brüssel ganz Europa kennenzulernen. Da wir im Politikunterricht auch das Thema Europa behandeln, war es cool, als wir zum Beispiel am zweiten Tag das Parlament gesehen oder sogar kennengelernt haben, denn dort konnte man super gut alles nachvollziehen, zum Beispiel das Prinzip, wie wer miteinander agiert oder auch zum Beispiel die Abgeordneten miteinander oder mit anderen Fraktionen. Auch als die Assistentin von Tiemo Wölken unsere Fragen noch beantwortet hat konnte man Zusammenhänge besser erkennen, die wir im Unterricht behandelt haben, aber uns schlecht vorstellen konnten. Oder auch im Europäischen Rat, am dritten Tag, als wir ein Quiz ausfüllen sollten, konnte man sein eigenes Wissen gut einbringen. Auch unter der Leitung von Frau Ulrichs und Frau Dörschel haben wir total viel Spaß gehabt und haben durch die gute Organisation viel erlebt. Allgemein haben wir in der kurzen Zeit sehr viel über Brüssel und auch über Europa gelernt. Die Fahrt war in unseren Augen ein voller Erfolg und wir würden immer wieder mitkommen!


Tag 3 in Brüssel

Auf unserem heutigen Programm stand zuerst das „Haus der europäischen Geschichte”. In den Morgenstunden gegen 8 Uhr haben wir uns zum Frühstück getroffen, einige waren immer noch von dem Vorabend erschöpft, denn an diesem wurde das Spiel “Werwolf” mit viel Begeisterung gespielt. Nachdem wir um 9 Uhr mit dem Bus gestartet und nach einer längeren Busfahrt angekommen waren, wurden wir erneut darum gebeten unsere Jacken und Taschen zum Kontrollieren abzugeben, eine der Leiterinnen erklärte uns nochmal, dass für uns nicht nur eine Führung, sondern auch ein Workshop ansteht. Um diesen besser ausführen zu können, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Während der Führung wurde uns etwas über die Geschichte der Europäischen Union erzählt. Insbesondere sind wir auf die Nachkriegszeit und die Menschenrechte eingegangen. Es war sehr interessant, die Informationen die wir bisher nur aus Lehrbüchern kannten, mit der wirklichen Realität zu verknüpfen, hautnah zu sehen, welche Folgen politische Entscheidungen haben können und wie unsere Geschichte die Welt geprägt hat. Insofern wird einem selber bewusst, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Geschichte auseinander zu setzen und auch die heutige Politik zu verstehen und zu verfolgen, denn wir sind die Jugend und somit die Zukunft unserer Welt. Nach etwa 45 Min. war die Führung vorbei und wir gingen zum Workshopraum. In diesem Raum wurden persönliche Gegenstände der Juden aus dem KZ Buchenwald ausgestellt, einige von uns konnten diese Gegenstände mit Handschuhe anfassen, doch viele von uns waren so beeindruckt, aber doch auch erschrocken, dass sie nur dastehen konnten, ohne ein Wort zu sagen. Wir haben uns dann in Partnerarbeit zusammen getan und uns mit den einzelnen Artikeln der Menschenrechte beschäftigt und diese Bildern aus der Vergangenheit zugeordnet . Besonders dort hat man gesehen, dass früher aber auch heute Menschenrechte weltweit noch nicht respektiert werden und nicht vollständig durchgesetzt sind.

 

 

Zum Abschluss des Workshops wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. In diesen sollten wir dann, nach einer kurzen Absprache untereinander, zum Beispiel über die Aussage debattieren, ob Kriminelle eingeschränkte Menschenrechte haben sollten . Dies diente vor allem dazu zu merken, wie schwer es ist sich für Meinungen einzusetzen, die man selber nicht vertritt. Die Leiterin bedankte sich für unser Bemühen und wir verabschiedeten uns in die Mittagspause, in der wir unsere freie Zeit genießen konnten bis es dann zum Europäischen Rat ging.

 

 

 

 

Das Haus der Europäischen Geschichte wurde erfolgreich abgeschlossen, sodass wir nun etwas Zeit hatten um weiter die Stadt zu erkunden. Als nächstes stand dann der Besuch im Europäischen Rat an. Doch bevor wir dort ankamen, wurde unser Ablauf durch reichlich Turbulenzen gestört... Einer aus unserer Gruppe vergaß seinen Personalausweis im Hotel und dieser ist nötig, um den Europäischen Rat zu besichtigen. Deshalb machten wir uns zurück auf den Weg ins Hotel und der Personalausweis fand sich dort relativ schnell. Wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof, um die Fahrt zum EU-Rat anzutreten. Die Fahrt zum Centraal Bahnhof verlief ohne Probleme. Doch nach dortiger Ankunft entstand große Verwirrung: Die angezeigten Verbindungen der Bahnen auf Google Maps stimmten nicht mit den Fahrplänen am Centraal Bahnhof überein. Da kein Infopersonal weit und breit zu sehen war, suchten wir lange nach dem richtigen Weg. Doch diesen fanden wir nicht und wir meldeten uns bei den anderen um mitzuteilen, dass wir nicht wissen wohin und uns dementsprechend etwas verspäten würden. Wir erfragten den Weg und machten uns dann endgültig auf die Reise. Aufgrund unserer Verspätung ging eine andere Reisegruppe vor uns in den EU-Rat, weshalb wir über 1,5 Stunden vor dem Safety-Check standen. Dieser ist hier etwas strenger als bei den anderen Institutionen, da häufiger wichtige Persönlichkeiten im Haus zu Gast sind. Eine große Eingangshalle schuf eine beeindruckende Kulisse. Unsere Gruppe betrat anschließend einen großen, mit viel Info und Material ausgestatteten Raum. Texte, Filme, Prospekte dienten uns, diese Institution zu verstehen. Die Leiterin dieses Büros ermöglichte uns wegen der Verspätung eine Präsentation in einem nachgebauten Meeting-Room des europäischen Rates, die wir sonst nicht erhalten hätten. Sie machte dies auf Englisch und zum ersten Mal, was sich aber nicht bemerkbar machte, da der Vortrag mit Bravour gehalten wurde und uns einen gut verständlichen Eindruck in die Arbeit des europäischen Rates bescherte. Besonders interessant war dabei, dass wir erfuhren, welchen Wert die über 150 Arbeitsgruppen des Rates eigentlich haben, denn hier wird alles aufbereitet und ausgearbeitet, über das die Ratsmitglieder später abstimmen. Wir erfuhren auch, wie wichtig Experten für den Rat sind, denn kein Politiker kann so viel Detailwissen haben, wie man benötigt, um ein Gesetz zum Beispiel zur Zusammensetzung von Schmerzmitteln zu erlassen und am nächsten Tag mit genausoviel Wissen über Einfuhrbestimmungen zu entscheiden. Was der Mitarbeiterin außerdem auf jeden Fall hoch anzurechnen ist, ist, dass sie für uns ihren Feierabend nach hinten verschoben hat. Ein Gruppenfoto, von denen einige schief gingen, war natürlich zum Abschluss selbstverständlich. Wir verließen mit vielen neugewonnenen Eindrücken den Europäischen Rat, sodass wir anschließend den letzten Abend in Brüssel genießen konnten und die zu kurze Zeit Revue passieren ließen. 


Tag 2 in Brüssel

Nach der ersten Übernachtung in unserer Unterkunft, besprachen wir den heutigen Tagesablauf. Daraufhin stärkten wir uns mit französischen Spezialitäten, wie Croissants. Der mit Freizeit versehene Vormittag wurde für einige Unternehmungen genutzt. Die Einen gingen zum 102 Meter hohen Atomium, von dem es einen wunderbaren Ausblick über die Stadt inklusive einer schönen Lichtshow zu sehen gab. Andere gingen zum Schokoladenmuseum, wo man der typisch belgischen Pralinenherstellung zusehen und viel über die Geschichte der Schokolade lernen konnte. Eine dritte Gruppe schlenderte durch die Stadt, machte eine Shopping-Tour und genoss danach die typisch belgischen Pommes. Anschließend besuchten wir dann das EU-Parlament. Dort wurden wir sogleich von Frau Hadvinger, die parlamentarische Mitarbeiterin im Büro von Tiemo Wölken in Brüssel ist, in Empfang genommen und durch die Sicherheitskontrollen gewiesen. Zu unserem Erstaunen zeigte sie uns die vielen Geschäfte im Gebäude, die wie in einem Einkaufszentrum vorzufinden sind. Vom Friseur bis zum Kiosk war alles dabei. Anschließend haben wir uns in einem Besprechungssaal niedergelassen, wo uns Frau Hadvinger jegliche Frage über Ihren Beruf und Kollegen beantwortete. Bei einigen Antworten wurden wir sehr überrascht, wie zum Beispiel mit dem recht hohem Gehalt. Wir bekamen viele Eindrücke über den Alltag von Herrn Wölken und darüber, wie kompliziert es sein kann, ein europäisches Gesetz zu erlassen und wie viele Personen und Institutionen daran eigentlich beteiligt sind. Nachdem alle unsere Fragen beantwortet wurden, konnten wir uns den Plenarsaal ansehen. Dabei hatten wir Glück und konnten direkt von den Plätzen der Abgeordneten statt vom eigentlichen Besucherbereich aus den Saal mit den Plätzen für die Abgeordneten und den Übersetzerkabinen sehen. Nach einem kurzen Gang durch weitere Gebäudeteile, in denen wir zum Beispiel eine Art kleines Filmstudio sahen und der Besichtigung eines weiteren Sitzungssaals, gingen wir zum Parlamentarium. Dies ist ein Museum über die europäische Gemeinschaft gegenüber vom Europäischen Parlament. Dort wurde uns digital und interaktiv die Geschichte und Zukunft der Europäischen Union gezeigt. Den Abend haben wir mit einer Runde Werwolf ausklingen lassen.


Auf nach Brüssel - Das NGW unterwegs

Heute Morgen ging es für uns um 7 Uhr in Wilhelmshaven los. Wir fuhren unter anderem über Köln, wo wir den Aufenthalt nutzten, um uns den Dom anzugucken. Ab dort wurde das Zug fahren etwas schwierig für uns. Wir hatten Schwierigkeiten auf unsere Plätze zu kommen, da der Zug überfüllt war. Als wir endlich saßen und in Brüssel ankamen, konnten eine Lehrerin plus vier Schüler bei unserer Station nicht aussteigen, da zu viele Menschen an dieser Station den Zug verlassen wollten und somit die Türen zu schnell schlossen. Von dort aus wurde die Reise witzig. Wir stiegen eine Station später aus und versuchten uns mit mehreren Mitarbeitern am belgischen Bahnhof zu verständigen und kamen schlussendlich an der Station bei unserem Hotel an. Dort waren wir anfangs auch verwirrt und mithilfe von Technik kamen wir dann auch beim Train Hostel an. Nach kurzem Taschen wegstellen ging es direkt zur Stadtführung weiter. Ein freundlicher Einheimischer zeigte uns mit Freude seine schöne Stadt, empfahl uns einige Läden und erklärte uns viel über die schönen Gebäude. Unter anderem gingen wir über den "Grand-Place" auf dem auch das Rathaus der Stadt steht. Wir sind durch eine alte, sehr schöne Einkaufsstraße gegangen. Und was wir persönlich auch interessant fanden, war die Gegend, durch welche wir gingen. Das Besondere war nämlich, dass die Gegend eine für Homosexuelle war. Ein Bewohner dieses Viertels stellte sich kurzzeitig zu uns, um mit zuzuhören. Zum Abschluss des Tages gingen wir in Kleingruppen durch die Stadt. Unsere Gruppe probierte Waffeln und Pommes nach Belgischer Art. Sehr weiter zu empfehlen!

Auf nach Brüssel