Bunte Bilder gegen die Trübsal

01.04.2021
Kategorie: Aktuelles
von  NGW-Redaktion/mk

Kleine Steine und Bilder für einen Malwettbewerb wollen die Kinder gestalten. Im Hintergrund die Lehrerinnen Sabine von Hiller (li.) und Dr. Wiebke Endres (3.v.li.) sowie Karl-Heinz Schaub von Plan International. WZ-FOTO: Gabriel-Jürgens

Bunte Bilder gegen die Trübsal der Corona-Zeit

 

Von Ursula Grosse Bockhorn aus der Wilhelmshavener Zeitung vom 29.03.2021, Seite 8

 

WILHELMSHAVEN. (GB) Malen macht glücklich. Nicht nur den, der mit bunten Farben ein Bild gestaltet. Auch dem Betrachter kann ein noch so bescheidenes Kunstwerk ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das weiß auch die Klasse 6 mit Schwerpunkt Naturwissenschaften des Neuen Gymnasiums. Die Kinder sind mit zwei Aktionen beschäftigt, für die sie zu Buntstiften und Farben greifen. Sich selbst und andere glücklich machen, das sei gerade jetzt, nach mehr als einem Jahr Pandemie, wichtig, sagen die Kinder, die derzeit wegen des Wechselunterrichts nur noch jede zweite Woche in die Schule kommen und nur einen Teil der Klassenkameraden zu sehen bekommen. „Man fühlt kein Glück mehr“, hat eines der Kinder im Unterricht festgestellt – und die anderen stimmten zu.

 

Aber beim Trübsalblasen wollten sie es nicht belassen. Die entscheidende Frage war: „Wie fühlen wir uns wieder besser?“ Und da gab ein kleiner Stein den Anstoß zu einer gemeinsamen Aktion. Ein Mädchen hat auf einer kleinen Brücke am Deich in Voslapp einen Stein gefunden, den ein Nachbarkind bemalt hat. Diesem Beispiel folgen die Kinder nun mit Feuereifer. Inzwischen sind die ersten Steine fertig und sogar schon ausgelegt, vor der Schule oder irgendwo im Stadtgebiet – dort, wo niemand mit einem solchen Muntermacher rechnet. Schließlich soll es eine Überraschung sein.

 

Schön wäre es, wenn jeder Mensch in Wilhelmshaven einen Glücksstein bekäme, sagen die Kinder. Das können sie jedoch nicht im Alleingang schaffen. Aber wenn jeder Mensch an der Schule mitmacht, müsste jeder ungefähr 80 Steine bemalen. „Das schaffen wir“, sagt Klassenlehrerin Dr. Wiebke Endres.

 

Allerdings sind die Kinder bis zwölf Jahren auch noch zu einem Malwettbewerb eingeladen, den das Kinderhilfswerk Plan International zusammen mit dem Schreibgerätehersteller Staedtler zum „Weltkindermaltag“ am 6. Mai ausrichtet. Der Tag wurde 2008 ins Leben gerufen. Die teilnehmenden Kinder können nicht nur Preise gewinnen, sondern auch Gutes tun.

 

Für jedes eingesandte Bild – in diesem Jahr unter dem Motto „Wir entdecken die Natur – an Land“ – will Staedtler einen Euro spenden. Der Erlös kommt diesmal dem Projekt „Allin Mikuna“ in Peru zugute. Es will Kindern helfen, die unter Mangelernährung und deren Folgen wie beispielsweise Blutarmut leiden, erklärte Karl-Heinz Schaub von der Plan-Aktionsgruppe Wilhelmshaven/Friesland den Kindern. „Was heißt Blutarmut?“, wollten sie wissen. Die Körper seien geschwächt, das Krebsrisiko steige und es falle schwer, sich zu konzentrieren.

 

Ebenso wie die Kinder des fünften Jahrgangs im Kunstunterricht wollen die ein Jahr älteren Naturwissenschaftler den Kindern in dem Andenstaat helfen. „Denen geht es nicht so gut wie uns.“ Bis zum 30. Juni haben sie nun Zeit, Bilder zu malen. Vor zwei Jahren haben sich bundesweit 21 000 Kinder beteiligt, im Corona-Jahr 2020 nur 7400. In Wilhelmshaven und Friesland aber trotzten die Kinder der Pandemie und sandten mit 1500 Bildern noch hundert mehr ein als im Jahr zuvor.

 

 

 


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