Austausch steht im Zeichen der Vielfalt

27.03.2019
Kategorie: Aktuelles
von  NGW-Redaktion/mk

WZ-FOTO: LüBBE

 

In der Regel dient ein Schüleraustausch dem Spracherwerb vor Ort. Aktuell sind zwölf spanische Austauschschüler in Wilhelmshaven, doch Deutsch-Unterricht ist dabei kein Thema.

 

Von Lutz Rector aus der Wilhelmshavener Zeitung vom 26.3.23019, Seite 5

 

Zwölf Schüler der IES Virgen del Remedio aus Alicante stehen mit ihren Partnerschülern des Neuen Gymnasiums im Ratssaal. Alle sind Teilnehmer eines im Herbst 2018 ins Leben gerufenen Schüleraustausches. Im November waren die Wilhelmshavener in der Hafenstadt an der Costa Blanca – und sprachen dort gemeinhin spanisch. Seit Freitag befinden sich nun die Spanier in Wilhelmshaven und sprechen auch hier spanisch. „Während unsere Schüler das Profilfach Spanisch belegen, lernen unsere Gäste an ihrer Schule überhaupt kein Deutsch. Es sind angehende Abiturienten mit dem Schwerpunkt Kunst“, erklärt Tabea Madl. Die Lehrerin des NGW hatte den Schüleraustausch gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Wiebke Endres initiiert. Hier gehe es nicht um wechselseitigen Spracherwerb, sondern um das Thema Vielfalt in Europa.

 

Im Ratssaal werden die Gäste von Bürgermeister Uwe Reese begrüßt. Auch der spricht kein Spanisch. Und so scheitert sein Versuch, die Namen der zwei begleitenden Lehrerinnen aus Spanien korrekt auszusprechen. Hilfe gibt es von Tabea Madl. Sie übersetzt auch gleich den Rest der kurzen Rede, so dass alle verstehen, was Reese zu erzählen hat. Er vergleicht den Saal mit einer Stierkampfarena, zu der er immer dann werde, wenn Rat oder Ausschüsse tagten. Und Reese hebt die Bedeutung der EU hervor. Deren „inzwischen selbstverständlich gewordene Vielfalt“ drohe mit dem möglichen Austritt der Briten eingeschränkt zu werden. „Das darf nicht passieren“, mahnt der Bürgermeister. Er wünsche sich, dass sich die internationale Jugend ebenso kraftvoll zu Europa bekenne, wie sie sich aktuell für den Klimaschutz stark mache. Ein „Monday for Europe“ werde es zwar sicher nicht geben, aber die Forcierung von Schüleraustauschen sei ein anderer toller Weg.

 

Dass es nun einen Austausch zwischen dem NGW und Alicante gibt, liegt nicht zuletzt in der Biografie von Tabea Madl begründet. „Ich habe selbst in Alicante studiert. Ein Studienfreund hat dann den Kontakt hergestellt.“ Klassisch sind die spanischen Schüler bei Gasteltern untergebracht. Noch bis zum kommenden Freitag wartet auf sie ein breites Programm. So nehmen die Jugendlichen (9. bis 11. Klasse) aus Alicante und Wilhelmshaven unter anderem an einer Koch-AG, einer Stadt-Rallye und einem Theaterworkshop teil, besuchen das Wattenmeerhaus, die Landesbühne („Auerhaus“) und die Kunsthalle Bremen. „Das Schöne ist, dass auch außerhalb des Programms ganz viel gemeinsam unternommen wird. Es sind also nicht immer nur Zwei-Pärchen aus Gast- und Partnerschüler unterwegs“, freut sich Tabea Madl.

 

Mit dem aktuellen, nicht auf gegenseitigen Spracherwerb ausgerichteten Projekt solle die Austauschkultur gestärkt und dauerhaft etabliert werden, sagt die NGW-Lehrerin für Spanisch, Englisch und Sport. Darüber hinaus habe sie festgestellt, dass sich ein Schüleraustausch nachhaltig positiv auf die Motivation auswirke. Deshalb hoffe sie, den Austausch mit Alicante, der auch vom NGW-Förderverein unterstützt wird, zu einer festen Einrichtung machen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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