Förderkonzept

Neues Gymnasium Wilhelmshaven

Die Förderung vielfältigster Begabungen findet sich in den Vorgaben des Kultusministeriums als Auftrag von Schule wieder und spiegelt zudem das pädagogische Selbstverständnis des Lernens wieder. Das folgende Konzeptpapier führt die bereits vorhandenen Grundlagen der beiden städtischen Gymnasien und die schon vorliegenden Konzepte mit dem Potential des Kooperationsverbunds "Begabungen und Talente fördern" in Wilhelmshaven zusammen. Daraus ergeben sich auch unterschiedliche Ressourcen für die Umsetzung der Angebote, welche sowohl aus dem schulinternen Stundenreportoire entstammen, als auch aus der finanziellen Ausstattung des Verbunds. Die über den Verbund bestehenden Kooperationen sind immanenter Bestandteil des Konzepts in allen Klassenstufen.

Förderkonzept für die naturwissenschaftlichen Profilklassen (JG 5/6):

Die im Rahmen der MINT-Klassen eingesetzte Zusatzstunde wird für die Integration des Ansatzes der AG ProChem in den Unterrichtsalltag genutzt (Alternativ: Anlage des Ansatzes in den Nachmittagsbereich wie bisher). Hierbei werden naturwissenschaftliche Themen in Klein- Kleinstgruppen oder individuell aufgearbeitet, wobei auch die Potentiale außerschulischer Kooperationen ("Forschen in fremden Laboren") genutzt werden können und sollen (Authentizität der Projekte). Diese Projekte werden abschließend entweder in Form des Konzepts "Schüler unterrichten Schüler" in den Grundschulen präsentiert oder die SchülerInnen können im Sinne des pull-out- bzw. "offenen Türen"-Prinzips als Experten in den anderen Klassen eingesetzt werden ("Theaterklasse", Klasse ohne Schwerpunkt). Somit ergeben sich hierbei auch vielfältige Bewertungsmöglichkeiten dadurch, dass eine Anbindung an den Unterricht stattfindet, wobei eine gewisse Flexibilität gegeben sein sollte, so dass das pull-out-System auch zur Erarbeitung und Vorbereitung der individuell gewählten Projekte genutzt werden könnte. Im mathematischen Bereich bietet sich die Ausweitung des Konzepts "Mathematik im Kontext" an, wobei jener didaktische Ansatz eine Brücke von der Grundschule zum Gymnasium schlagen könnte (Ausbau der bereits bestehenden Kooperationen mit Grundschulen). Das didaktische Konzept sollte in den Unterricht der Klassen 5 und 6 integriert werden, so dass problemlösendes Denken und offene Lernprozesse sowie methodische Vielfalt in innere Differenzierung münden. Die Öffnung des Mathematikunterrichts in dieser Weise kommt sowohl den Minder- als auch Mittelbegabten wie auch den Hochbegabten zugute kommen, da Binnendifferenzierung durch variierende Abstraktionsniveaus forciert wird. In Anlehnung an den Ansatz von ProChem wäre es möglich, das eigene Erstellen von Aufgaben im Sinne eines Lerntagebuchs bzw. einer Portfolioarbeit einzufordern, welche wiederum als von den SchülerInn authentisch erstellter Kanon in den Parallelklassen eingesetzt werden könnte (Motivationspotential) und zugleich eine neue individuelle Bewertungsmöglichkeit darstellen würde. Anzudenken ist auch, dass jene Aufgaben im Sinne des Prinzips "Schüler unterrichten Schüler" in die Stundenplanung Eingang finden können.

Exkursionen/Praktika/Schullandheim:

Neben dem Potential durch "Forschen in fremden Laboren" sollen auch die Möglichkeiten des Inselheims genutzt werden. Hier bietet sich die Nutzung der Sternwarte ebenso an wie naturwissenschaftliche Untersuchungen (Biologie, Chemie) an, thematisch beispielsweise die Untersuchung des Meerwassers und der vorliegenden Fauna (Meeresbiologisches Praktikum), so dass fundamentale naturwissenschaftliche Arbeitsweisen und Erkenntnisprozesse erarbeitet und gefestigt werden.

Unterstützung/Förderung weniger begabter SchülerInnen:

Förderunterricht in den Fächern (Mathematik, Englisch und Deutsch, evtl. auch zweite Fremdsprache) soll auf der Basis des bestehenden Konzepts angeboten werden, wobei das Konzept "Käthe kann´s" (s. Anhang) auf die Jahrgänge 5 und 6 auszudehnen ist (ggf. begabte SchülerInnen der sechsten Klassen). Zusätzlich wird eine Hausaufgabenbetreuung angeboten werden, die die Patenschülern betreuen sollen. Dieses Konzept wird räumlich und zeitlich parallel angelegt und in den Klassenräumen (Förderung durch die Klassenlehrkraft) bzw. Differenzierungsräumen ("Käthe kann´s", Hausaufgabenbetreuung) stattfinden ("offene Türen"; Gruppenarbeitsraum).

Fortführung in den anschließenden Klassenstufen:

Die erarbeiteten Grundlagen in den Klassen 5 und 6 werden fortgeführt durch Angebote im AG-Bereich, so z.B. "Jugend forscht", "InTech", "Astronomie" und vielfältigen Wettbewerben (beispielsweise "Dechemax", "Chemie die stimmt", Olympiaden, Känguru-Wettbewerb). Zudem soll im Rahmen des "pull-out"-Systems der Ansatz "Forschen in fremden Laboren" ausgebaut und forciert werden (geeignete Präsentationen auch in der Öffentlichkeit, so z.B. "Energiewelten in Schulen Jade Weser", "Experimentiermeile" an die Schule anbinden).

Für leistungsschwächere SchülerInnen:

Im Nachmittagsbereich findet Hausaufgabenbetreuung durch ehrenamtliche Kräfte statt, ebenso die Fortführung des "Käthe kann´s" - Ansatzes in den höheren Klassenstufen bis einschließlich Klassenstufe 9.

Förderkonzept für die Theaterklasse:

Hier wird eine Fortführung des bereits bestehenden Konzepts angestrebt, wobei die Zusammenarbeit mit der Landesbühne insofern intensiviert werden sollte, als im Rahmen eines Mentorenprogramms eine enge Anbindung an städtische Jugendproduktionen erfolgen soll (Kooperation bereits zur Zeit im Aufbau (KOV)). Zur Theaterklasse kann auch eine Förderung im künstlerischen bzw. musikalischen Bereich gehören, beispielsweise kann die AG (KOV-Bereich) von Herrn Uwe Müller ausgebaut werden, etwa zur Gestaltung des Bühnenbildes. Ebenso kann der musikalische Bereich Förderung erfahren, indem geeignete Angebote im AG-Bereich in den Unterricht integriert werden, wobei hierzu die zusätzliche Stunde der Theaterklasse in entsprechende Interessengruppen aufgeteilt werden müsste. Auch sollte der technische Bereich (Tontechnik-AG) kann hier einbezogen werden. Das selbst zu entwickelnde Theaterstück greift dabei Inhalte des sprachlichen Bereichs auf und entwickelt diese weiter.

Fortführung in den anschließenden Klassenstufen:

Neben der Theater-AG soll auch die Schreibwerkstatt von Frau Kölpin Bestandteil des Nachmittagsangebotes werden. Hier ist eine Fortführung der Zusammenarbeit mit der Landesbühne und anderen Kooperationspartnern, z.B. im Tanzbereich ("Tanzakademie am Meer"), möglich.

Die Förderung leistungsschwächerer SchülerInnen

Erfolgt analog zum MINT-Profil.

Förderkonzept für die Klasse ohne Schwerpunkt:

Förderung wie in den vorangegangenen Profilklassen dargestellt, wobei hier auf die vielfältigen Potentiale der zwei vorangegangenen Schwerpunktklassen zurückgegriffen werden soll. So wurde bereits das Konzept "Schüler unterrichten Schüler" angesprochen, wobei die "Experten-Laien-Kommunikations"-Theorie aufgegriffen werden kann, indem "Experten" aus den Profilklasse im Rahmen des pull-out-Systems in den Unterricht dieser Klasse integriert werden können.

Der Stundenumfang entspricht den bereist vorhandenen Vorgaben für Profilklassen. Voraussetzung für die erfolgreiche Erteilung der Förderstunden ist die Abstimmung der Unterrichtsinhalte und die Erteilung durch den Fachlehrer.

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